Vorarlberger Sportflieger gewinnen zweite Bundesliga-Runde – ISV verteidigt Gesamtführung

Bericht vom 12.05.2026
Die zweite Runde der österreichischen Segelflug-Bundesliga brachte am Wochenende des 9. und 10. Mai 2026 deutlich bessere Flugbedingungen als vielerorts erwartet. Ein stabiles Hochdruckeinflussgebiet sorgte in den Alpen und im Alpenvorland für kräftige Thermik und gute Streckenflugmöglichkeiten. Während sich die Quellwolken entlang der Gebirgszüge gut entwickelten, mussten die Pilotinnen und Piloten im Flachland Geduld beweisen, ehe sich die Thermik voll entfaltete. Wer den richtigen Zeitpunkt für den Abflug wählte und die besten Aufwindlinien fand, konnte hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten erzielen.

Den Rundensieg sicherten sich die Vorarlberger Sportflieger mit 122 Punkten. Christian Cuolt, Werner Amann und Helmut Mennel lieferten drei schnelle Wertungsflüge ab und brachten ihren Verein erstmals in dieser Saison an die Spitze einer Rundenwertung.

Mit einer starken Mannschaftsleistung belegte die FRA Wiener Neustadt den zweiten Platz. Walter Horvath, Olaf Pokorny und Robert Zinnecker erzielten gemeinsam 111 Punkte und sorgten damit für das beste Bundesliga-Ergebnis des niederösterreichischen Vereins seit Saisonbeginn. Rang drei ging an den Auftaktsieger, die Innsbrucker Segelflieger Vereinigung (ISV). Jonas Hohenegger, Michael Duftner und Walter Wartlsteiner sammelten 100 Punkte und verteidigten damit die Führung in der Gesamtwertung.

Knapp hinter dem Podest folgten der KSV Kapfenberg und der SMBC Eferding, die beide mit geschlossenen Mannschaftsleistungen überzeugten. Insgesamt konnten in dieser Runde 22 Vereine Wertungspunkte erzielen. Die teilweise sehr unterschiedlichen Wetterbedingungen in den einzelnen Regionen Österreichs führten dazu, dass eine gute Flugtaktik oftmals wichtiger war als lange Flugstrecken.

Nach zwei von 18 Runden bleibt die Meisterschaft spannend. Der ISV Innsbruck führt die Gesamtwertung mit 243 Punkten an, dicht gefolgt von den Vorarlberger Sportfliegern mit 232 Punkten. Dank des hervorragenden zweiten Platzes verbesserte sich die FRA Wiener Neustadt auf Rang drei und etablierte sich mit 177 Punkten in der Spitzengruppe. Dahinter folgen der FC St. Johann in Tirol und der USFC Trieben, der bislang erst eine Runde absolviert hat und damit noch über erhebliches Aufholpotenzial verfügt.

Der Saisonauftakt zeigt bereits, wie eng die Leistungsdichte in der österreichischen Segelflug-Bundesliga ist. Schon kleine Unterschiede bei Thermik, Linienwahl und Flugtaktik entscheiden darüber, welche Vereine am Ende eines Wertungswochenendes die entscheidenden Bundesliga-Punkte mit nach Hause nehmen.

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